Kriegerbau: Falsche Pläne für die Hinterbliebenen…

Die Hinterbliebenen der Loveparade-Katastrophe sind vom Investor für das Loveparade-Gelände, der Berliner Kriegerbau GmbH, mit Plänen  informiert worden, die die geplanten Baumaßnahmen am „Gedenkort Loveparade-Katastrophe“ falsch darstellen. Diesen Fehler hat Krieger bis heute nicht korrigiert. Die Zustimmung der Hinterbliebenen zum Bau des Gedenkortes wurde daher auf Grundlage von Fehlinformationen organisiert.

Die Baupläne waren den Hinterbliebenen auf einem Treffen am 26. Januar 2013 in der Privatwohnung von Möbelunternehmer Kurt Krieger in Berlin ausgehändigt worden. Einige Tage später wurden die gleichen Pläne von Kriegers Mitarbeiterin Edda Metz auch elektronisch zugestellt. Alle Teil­nehmer­Innen eines Hinterbliebenentreffens am 3. Februar haben sich so auf Grundlage falscher Pläne auf das Treffen vorbereiten müssen. Auch die auf dem Treffen vorgelegte Tischvorlage war falsch. Die Entscheidung zum Gedenkort musste so auf Grundlage von Fehlinformationen gefällt werden.

Eine korrekte Fassung der Pläne wurde durch die Kriegergruppe mehr als eine Woche später für eine eigene Pressekonferenz am 6. Februar hergestellt. Also lange nach der Zustimmung der Hinterbliebenen zu den falschen Plä­nen. Diese korrigierte Fassung hat Krieger auch heute, drei Wochen nach der erwähnten Pressekonferenz,  den Hinterbliebenen nicht zukommen lassen.

Eine lange Vorgeschichte…

Die Gespräche zwischen den Hinterbliebenen, Verletzten und Traumatisierten der Love­pa­rade-Katastrophe und Möbelunternehmer Kurt Krieger begannen vor fast zwei Jahren. Sie waren belastend und zäh. Zu Beginn favorisierten Kurt Krieger und der damalige Duis­burger Stadtdirektor Dr. Peter Greulich eine unterirdische Lösung. Das Gedenken sollte unter Beton und ohne Tageslicht stattfinden. Die Öffnung des Gedenk­ortes nach oben, ein sanfter Anstieg statt einer schroffen Mauer im Norden, die Breite des Eingangs an der Karl-Lehr-Straße im Süden:
um jedes Detail musste mühsam gekämpft werden.

Obwohl sich Kurt Krieger, Inhaber der zweit größten Möbelhauskette in Deutschland,  in diesem langwierigen Prozess bewegt hat, kann man von Verhandlungen im eigentlichen Sinne nicht sprechen. So wurden keine Ergebnisse schriftlich festgehalten und unterzeichnet, Konsens­verein­barungen fanden sich in den von Krieger später gefertigten Modellen und Zeichnungen oft nicht wieder.

Neuer Schub

Einen echten Schub bekamen die Gespräche erst, als der Rat der Stadt Duisburg am 4. Juli 2012 einen Bebauungsplan verabschiedete, der einen deutlich größeren Gedenkort vor­sah, als Krieger ihn bisher zugestanden hatte.

Die zuletzt noch strittigen Details sollten auf Einladung von Duisburgs OB Sören Link in einer Gesprächsrunde am 5. Januar 2013 im Duisburger Rathaus  besprochen werden:

  • das Bahnwärterhäuschen, oberhalb der Treppe am Ort der Katastrophe, musste einer Straße weichen. Es sollte wenigstens als Landmarke/Silhouette zitiert werden, um den visuellen Eindruck des Ortes der Katastrophe nicht zu sehr zu verändern.
  • Der Eingangsbereich im Süden am Tunnel war mit den von Krieger zugestandenen sieben Metern zu eng. Er sollte breiter werden. Der Gedenkort außerdem im Osten unter dem dort, sechs Meter über dem Niveau der Karl-Lehr-Straße verlaufenden Fuß/Radweg, erweitert werden.

Gespräch gescheitert…

Die Begegnung am 5. Januar 2013 verlief unglücklich und war von kurzer Dauer. Nach einem missglückten Eingangsstatement von Kurt Krieger „das ist nicht Ihre, sondern -wenn- unsere Gedenkstätte“ folgten drei Statements von Vertretern der Betroffenen. Alle drei Beiträge schienen Krieger „weder konstruktiv noch zielführend sondern schlicht unak­zep­tabel“. Er stand auf und verließ den Sitzungssaal.

Nach diesem Affront wurde Kurt Krieger von vielen Seiten, u.a. vom Rat der Stadt Duis­burg aufgefordert, weiterhin den Dialog fortzusetzen und einen Kompromiss mit den Geschädigten zu suchen. Stattdessen brach Krieger den Dialog mit der Selbstorganisation der Betroffenen, dem Verein „Loveparade Selbst­hilfe“ umgehend ab. Briefe der Verletzten und Hinterbliebenen ließ Krieger seither unbeantwortet. Stattdessen organisierte seine Mitarbeiterin Edda Metz in Kooperation mit Notfall­seel­sorger Uwe Rieske „Begegnungen“ mit einzelnen hand­verle­senen Hinterbliebenen.  Zunächst erfolgten die Einladungen durch Rieske und Metz noch transparent und offen. In der Schlussphase verlegten sich Notfallseelsorge und Kriegerbau auf Geheimdiplomatie. Die große Gruppe der Verletzten und Traumatisierten schloss man von allen Gesprächen aus. Der winzige Kreis der weiterhin einge­lade­nen Hinter­blie­benen wurde zu strikter Geheimhaltung in Bezug auf Termine und Inhalte verpflichtet.

Ab jetzt: Geheim

Das Geheimtreffen am 26. Januar 2013 fand in kleinstem Kreis in Kriegers Privatwohnung in Berlin statt. Teilnehmer: Kurt Krieger, sowie seine Abteilungsleiterin Edda Metz, Pfar­rer Rieske und das Ehepaar Mogendorf, Eltern des auf der Loveparade gestorbenen Eike Mogendorf. Lange passierte an diesem Nachmittag gar nichts. Es gab Chili con Carne, man besichtigte Kurt Kriegers Villa, bewunderte die „Lebensbäume“ in seinem Garten. Erst kurz vor der Rückreise übergab die Kriegergruppe ihren Gästen die neuen Pläne, verbunden mit der Bitte, eine Zustimmung aus dem Kreis der Hinterbliebenen zu organisieren.
(ein Klick auf das Bild öffnet den Plan im *.pdf Format).

Gedenkort Loveparade Katastrophe mit offenem Deckel über der Karl-Lehr-Strasse.

Gedenkort Loveparade Katastrophe mit offenem Deckel über der Karl-Lehr-Strasse.

Falscher Plan

Klaus Peter Mogendorf fiel sofort auf, dass sich dieser Bauplan in einem wesentlichen Detail von allen Plänen unterschied, die er bisher gesehen hatte. Der ursprüngliche geplante Deckel auf der Karl-Lehr-Straße war in dieser Zeichnung teilweise geöffnet. Für den Gedenk­ort bedeutete das: mehr Licht und weniger Schallbelastung, da der Straßenlärm nicht länger vom Straßendeckel in den Gedenkort abprallen würde, sondern nach oben entweichen könnte. Für eine Nachfrage blieb wenig Zeit. Dieses Detail sei nicht Bestandteil der neuen Planung, versicherte Frau Metz, und man trat die Heimreise an.

Da hat ein Architekt in der Vorbereitung des Treffens einen dummen Fehler gemacht“ sagt Edda Metz heute. Das kann vorkommen. Warum man allerdings diesen Fehler nicht umgehend korrigiert, Deutschlands zweit größtes Möbelhaus es binnen mehr als einer Woche nicht schaffte, das Treffen der Hinterbliebenen mit korrekten Plänen auszustatten, kann bei Kriegerbau in Berlin niemand schlüssig erklären.
Jedenfalls:
als Uwe Rieske den Tages­ord­nungs­punkt „Gedenkort“ auf dem Hinterbliebenentreffen am 3. Februar 2013 aufruft, kreist als Tischvorlage der falsche Plan. Rieske weist auf dieses Manko nicht hin. Man hat einen Dankesbrief zu diesen falschen Plänen  formuliert. Der wird von 19 TeilnehmerInnen des Treffens unterzeichnet und Kurt Krieger schnell übermittelt.

Kaum ist dieser Brief bei Kriegerbau eingetroffen, plant das Möbelhaus eine Presse­konfe­renz am Ort der Katastrophe. Jetzt klappt, was in der ganzen Vorwoche nicht zu leisten war. Kriegerbau zeichnet und präsentiert seine wirklichen Pläne. Deckel wieder drauf.
(ein Klick auf das Bild öffnet den Plan im *.pdf Format).

Gedenkort Loveparade Katastrophe mit geschlossenem Deckel über der Karl-Lehr-Strasse

Gedenkort Loveparade Katastrophe mit geschlossenem Deckel über der Karl-Lehr-Strasse

Korrektur für die Presse

Edda Metz hat zur Pressekonferenz am 6. Februar 2013 reichlich Support mit auf die (verschneite) Rampe gebracht. „Zwei Angehörige“, stellt sie vor, die Namen hat sie sich nicht merken können: es sind Friedhelm Scharff und Manfred Reißaus. Die anderen Teilnehmer kennt sie, da prominenter, besser. Der erwähnte Notfallseelsorger Uwe Rieske sowie die Spitze der Stadt Duisburg: Baudezernent Carsten Tum und Oberbürgermeister Sören Link freuen sich über den neuen Plan und die erzielte Einigung. Niemand fällt auf, dass die am Zaun aufgehängten Pläne vor drei Tagen noch ganz anders aussahen.

An die VertreterInnen der Medien verteilt Frau Metz die Planungsunterlagen auf USB Stick. Familie Mogendorf und den anderen Hinterbliebenen haben sie und Kurt Krieger die gültigen Pläne nicht einmal im Nachhinein zukommen lassen. Klaus Peter Mogen­dorf hat sie gerade von mir bekommen.

Ob auch Carsten Tum und Sören Link die Pläne mit Öffnung erhalten haben, habe ich nachgefragt, eine Antwort bis zum Redaktionsschluss jedoch nicht erhalten.
Jetzt ist sie da:
Oberbürgermeister Sören Link hat an dem von Ihnen beschriebenen Treffen am 26.1. in Berlin nicht teilgenommen und hat folglich die dort vorgestellten Pläne auch nicht gese­hen. Der auf dem Pressetermin am 6.Februar gezeigte Entwurf lag den Genehmi­gungs­be­hör­den der Stadt Duisburg vor; darüber hinaus gab es keine anderen Pläne.

Uwe Rieske hat zwar geantwortet, aber keine der an ihn gestellten Fragen beantwortet: „Ich agiere zwar auf verschiedenen Feldern, habe aber nur eine Rolle: Ich bin Pfarrer und habe Vertraulichkeitsverabredungen zu respektieren.“

Einiges wird noch aufzuklären sein. Fair war dieser Umgang mit den Geschädigten der Loveparadekatastrophe nicht, effizient mag er einigen erscheinen.
Wohl doch eher:  missachtend und arrogant…

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15 Kommentare zu Kriegerbau: Falsche Pläne für die Hinterbliebenen…

  1. Mechthild Peters sagt:

    „In der …..verwendeten Formulierung “Angehörige der Opfer” reduziert sich die Opfer bzw. Geschädigten- Gruppe auf die 21 Toten. Deren Hinterbliebene und die Verletzten und Traumatisierten und erst recht deren Angehörige, folgten unter “ferner liefen” als “Geschädigte zweiter Klasse”. Das fände ich sowohl für den Blick auf die Katastrophe selbst als auch für das Gedenken an sie zu kurz gesprungen. “ Soweit ein Zitat aus der Kommunikation, geschrieben von Lothar Evers. Dem stimme ich energisch zu. Ich finde es unsachlich, die Gruppe der Geschädigten auf die Gruppe der Hinterbliebenen der 21 Toten zu reduzieren. Für diese Personen freut es mich, wenn sie eine gute Lösung für ihr Gedenken gefunden haben. Aber mir scheint, dass es für die Verletzten und Traumatisierten, so sie überhaupt in der Lage sind, den Ort des Schreckens noch einmal aufzusuchen, noch keine adäquate Gestaltung des Gedenkortes gibt. Die haben andere Nöte als die Hinterbliebenen der Toten, denn sie haben das Grauen am eigenen Leib erfahren. Es gibt nicht Geschädigte erster und zweiter Klasse. Es gibt die verwaisten Angehörigen, die persönlich unbeschädigt in tiefer Trauer um ihre Toten weinen. Und es gibt die Verletzten und Traumatisierten, deren normales Leben zerstört ist, die nicht arbeiten können, nicht normal leben, denen eine Fußgängerzone ein Grauen einflößt… auf deren Belange wird – so scheint es mir – bei der Gestaltung der Gedenkstätte zu wenig Rücksicht genommen.

  2. Jürgen Rohn sagt:

    Selbstverständlich kann jeder, dem es beliebt, mit dem ausgehandelten Ergebnis zufrieden oder unzufrieden sein. Darum geht es aber nicht in diesem Artikel, der sich mit dem Zustandekommen hauptsächlich beschäftigt. Und da ist es schon bemerkenswert, wie versucht wird, Lothar Evers mundtot zu machen.

  3. Lothar Evers sagt:

    Hallo Jason,
    freue mich über Deinen Besuch hier, nachdem ich schon so oft Deine Gastfreundschaft nutzen durfte.

    Bisher weis glaube ich, noch so gut wie niemand, was sich die Krieger Gruppe da in Sachen Pläne geleistet hat. Und aufheulen braucht man ja auch nicht, wenn man voll hinter dieser „Einigung“ steht, einem Zeichnungen gleichgültig sind, Hauptsache alles ist einen Meter grösser: von sieben auf acht Meter.

    Hier auf DocuNews schreibt kein Verein, meist ich und einige andere -dann namentlich gekennzeichnete Personen. Deshalb steht auch „Lothar Evers“ über die Recherche. Und die stimmt: eine Woche keine exakten Pläne, Beschlussfassung auf dieser Grundlage, dann schnelle Neuzeichnung. Nicht mehr und nicht weniger. Ein Abschluss von Seiten der Krieger Gruppe, wie wir ihn vorher oft erlebt haben.

    Ja genau so, individuell geht das meiner Meinung nach. So ähnlich funktioniert Dein Blog doch auch. Du findest etwas relevant, greifst es auf, und wer was dazu zu sagen hat, kommentiert. Die Leute die sich zum Entscheider gemacht haben sind in dem Fall doch wirklich andere. Die haben auch nicht darüber geschrieben. Ich schreibe, habe eine Meinung und verteidige die. Die Strippen hin zu einem Ergebnis haben hier die Mogendorfs, Uwe Rieske und die Krieger Gruppe gezogen. Das Ergebnis ist verkauft, mit Genehmigungen versehen und abgefeiert worden. Wer da nicht reinpasste ist ausgegrenzt, darunter die Geschädigten, die Platzprobleme haben, und die auf Klaus Peter Mogendorfs Idee mit dem untertunnelten Fuß/Radweg stärker angewiesen waren, als die Mehrheit der Hinterbliebenen und Klaus Peter selbst. So traurig ist das, und so traurig soll es hier erzählt werden.

    Du sprichst von der „Installierung der Gedenkstätte“. Aber was doch real passiert ist: der Raum wird in der Breite auf 8 Meter beschnitten Nach Norden sanft geöffnet. Da geschieht doch nichts besseres, da kommt doch nichts tolles dazu, da wird es enger, dunkler und lauter. Ich habe bei dieser Veränderung keine Eile und Frage mich schon lange, warum Krieger dem so eine Priorität gibt. Die Geschädigten hätten auch den 3. Jahrestag gut auf mehr Platz ausrichten können.

  4. parcelpanic sagt:

    hallo Lothar,

    mir fehlt ein wenig das laute aufheulen derer, die ja nun wissen müssten, wie man sie hinters licht führte.

    […] … man entdeckt Geschichten, Skandale, beschreibt sie, findet Mitstreiter und kämpft. […]

    das ist der teil, der mir richtig sorgen macht.
    derzeit scheint es eine art grippewelle zu sein, die wahrheit oder was man dafür hält mit skandälchen und geschichtchen untermauern zu wollen. je weiter weg vom thema und je weiter unter der gürtellinie, desto besser? sowas schadet der sache mehr, als das irgendwem nützte. am wenigsten denen, für die man vorgibt zu kämpfen?

    wenn man sich ansieht, was da so just an „mitstreitern“ vakant und im anmarsch ist, sind da zumindest die richtigen dabei, wenn es darum geht aus abstrusesten konstuktionen und aus dem zusammenhang gerissenen wortklaubereien die kuh auf ein ganz dünnes eis zu führen…

    […] Ich erzähle einen verschwiegenen oder unentdeckten Teil der Geschichte. […]

    aha, 180° wende? machst Du das nun für den Verein, für Dich oder für wen? und das machen dann alle, ihre geschichtchen zum besten geben? und das soll was genau bringen – also positives?

    ich frage nur, weil ich just so eine art deja vu habe, wo ich Herrn Mogendorfs worte lese und was davon ankommt. ich habe mir oft genug die frage gefallen lassen müssen, vielleicht ist das mal die gelegenheit sie auch mal wem anders zu stellen:

    wer bist Du eigentlich, dass Du Dich so über die Bitte eines Angehörigen hinweg zum entscheider machst, was das beste sei und riskierst wohlmöglich die lösung, die nun einmal gefunden scheint?
    am möglich werden von überhaupt etwas haben eine ganze menge menschen ihren beitrag geleistet, es war kein alleingang.

    vielleicht hat die abrechnung ja noch zeit, bis die Gedenkstätte entgültig in trockenen tüchern, besser installiert ist? dann ist es früh genug, ihrem ansehen zu schaden…

  5. Lothar Evers sagt:

    Lieber Klaus Peter,
    Wenn man so will, gab es so gut wie keine Änderung in den Plänen. Außer der Deckenöffnung, war es die Verbreiterung des Eingangs von sieben auf acht Meter, sonst blieb alles beim Alten. Ehrlich gesagt finde ich die gezeichnete Deckenöffnung gegenüber diesem einen Meter mehr eine echte Sensation. Wahrscheinlich werden wir nie erfahren, ob Krieger da mal zu mehr bereit war, dann aber merkte, dass man auch billiger eine Einigung präsentieren konnte. Kaum anzunehmen, dass da ein durchgeknallter Architekt ins Blaue zeichnete.
    Du gehst auf den 30.6. 2012 zurück. Wir müssen aber meiner Meinung nach auf den 5. Januar 2013, Krieger knallt uns die Tür zu, blicken. Da lagen alle unsere Vorschläge noch auf dem Tisch, keiner war zurückgezogen.

    Wenn Ihr deutlich gemacht hättet, dass Ihr Euch jetzt nur für die Hinterbliebenen ohne Erweiterung unter dem Fuß/Radweg und ohne Stele einigt und erwartet, dass eine weitere Einigung mit der anderen großen Gruppe der Hinterbliebenen und Verletzten noch erfolgen muss, hätte das, wie der Ratsbeschluss den Druck auf Krieger, auch mit dieser Gruppe erhöht. Stattdessen hat man diese Einigung mit Euch als Gesamteinigung verkauft, und das finde ich nach einem bald zweijährigen Kampf einfach schade.

    Und vielleicht liegt da der Dissens zwischen uns.
    Für mich müsste am Ort des Gedenkens der Loveparade-Katastrophe, dieser Katastrophe, der an ihr beteiligten Menschen und ihren Angehörigen gedacht werden. Einfach weil es in diesem Gefühl auch andere, heuten „nur“ Traumatisierte, hätte tödlich treffen können.
    Zu gedenken wäre also: der Toten, deren Hinterbliebenen, der Verletzten und Traumatisierten und deren Angehörigen.

    Mir fällt ein zunächst nur sprachlicher Unterschied auf. Wie die Kriegergruppe in ihrer Einladung zur Pressekonferenz, verwendest Du den Begriff „Angehörige der Opfer“ , meinst aber (wahrscheinlich) die Hinterbliebenen der Todesopfer.
    Ich mag den Begriff „Opfer“ nicht so sehr, sondern verwende, wenn ich nicht von einer speziellen Gruppe, also den Todesopfern, den Hinterbliebenen, den Verletzten und den Traumatisierten sowie den Angehörigen derselben spreche, den Sammelbegriff „Geschädigte“.

    In der von Dir und der Kriegergruppe verwendeten Formulierung „Angehörige der Opfer“ reduziert sich die Opfer bzw. Geschädigten- Gruppe auf die 21 Toten. Deren Hinterbliebene und die Verletzten und Traumatisierten und erst recht deren Angehörige, folgten unter „ferner liefen“ als „Geschädigte zweiter Klasse“. Das fände ich sowohl für den Blick auf die Katastrophe selbst als auch für das Gedenken an sie zu kurz gesprungen.

  6. Klaus-Peter Mogendorf sagt:

    Lieber Lothar,

    was soll das jetzt wieder ?

    Es gibt keine falschen Pläne.
    Die grundsätzlichen Punkte sind in keiner Fassung verändert worden.
    Es wurde nur fälschlicherweise eine Deckenöffnung eingezeichnet, die nie Bestandteil irgend einer Unterredung war.
    Dieser Umstand ist dir sehr wohl bekannt und wurde in einem persönlichen Telefonat dir auch von mir so mitgeteilt.
    Solltest du den Wortlaut vom 30.06.2012 nicht mehr parat haben, kann ich dir gerne helfen. Es ging die ganze Zeit in erster Linie um den Punkt “ breitere Öffnung “ im Bereich Karl Lehr Strasse. Das Ziel war 8,00 m +.
    Dieses werden dir auch alle Beteiligten des Gesprächs bestätigen können.
    Die öffentliche Behauptung die Pläne sind falsch führt nur zur Verunsicherung aller Beteiligten.
    Wäre es notwendig gewesen, dass ich aktuelle Pläne ohne Deckenöffnung benötigt hätte, wäre es für Frau Metz ein kleines gewesen mir diese zuzusenden.
    Nur auf den Plänen mit Deckenöffnung hat sich ja zu den neuen Plänen nichts grundsätzlich geändert. Also warum diesen ganzen Stress ?
    Ich denke, dass dein Artikel dir nur eine zusätzliche Publicity verschaffen sollte, auch wenn es sein muss auf den Rücken der Angehörigen.
    Ich selber würde so etwas nie tun.
    Warum gibt du nicht zu, dass die Vereinbarung von Berlin vollen allen Beteiligten akzeptiert worden war und verdrehst hier wieder die Wahrheit indem du von einem scheinbaren Konsens sprichst. Es war nicht so und du weist es.
    Sicherlich ist dein journalistisches und rhetorische Potenzial höher als bei anderen anzuordnen, aber so was hätte ich nicht von dir erwartet.
    Es geht nicht um diverse Treffen, es geht nicht um Herrn riesle, es geht nicht um Herrn Krieger, es geht auch nicht um dich oder den Verein Loveparade Selbsthilfe.
    Es geht nur um eine würdige Gedenkstätte, die von den Eltern der Opfer in der jetzigen form weitgehend akzeptiert worden ist.
    Die teilweise differenzierten Meinungen der Betroffenen und Verletzten sind beispielhaft für das gesamte Procedere um die Gedenkstätte und sollten von diesen auch untereinander ausgetragen werden.
    Leider gibt es nun mal verschiedene Fraktionen und auch verschiedene Denkensweisen.
    Keiner von uns wird es allen Recht machen können. Aber noch Öl in dieses Feuer zu gießen wie du es derzeit praktizierst, ist schon mehr als verwerflich.
    Lass einfach die Leute in Ruhe und selber entscheiden was sie wollen.

    Es stimmt mich traurig, dass es so weit gekommen ist, aber jeder sollte sich dann zurücknehmen wenn es angebracht ist.

    Deine Veröffentlichung unser privaten Telefonate und die von mir an dich weitergebenden Gespräche haben mich schwer getroffen. Das hätte ich von dir nicht erwartet. Denke mal darüber nach, ob du hier nicht zu weit gegangen bist.

  7. Lothar Evers sagt:

    Lieber Klaus Peter,
    dass man von Krieger Pläne und Modelle bekommt, die nicht den Realitäten entsprechen, hat Tradition. Das haben wir selbst erlebt, das bestätigen zahlreiche weitere Teilnehmer.

    Insofern reiht sich die Übergabe falscher Pläne an Euch und Uwe Rieske am 26. Januar an diese Kontnuität ein.

    Du erwähnst ein Gespräch im Stadthaus. Es fand am 30. 6. 2012, wenige Tage vor der Amtseinführung von Sören Link und der Verabschiedung des Bebauungsplans am 4. Juli 2012 statt. Da ging es nur um Änderungen im Bebauungsplan. Man war noch längst nicht bei dessen Ausgestaltung in einen konkreten Gedenkort angekommen. Insofern wurden auch Fragen, wie Deine Idee der Unterbauung, wohl angesprochen, aber auf spätere Gespräche vertagt.

    Sowohl die im Euch überlassenen Kriegerplan geplante Öffnung, als auch Deine Idee der Unterbauung des Radweges, bewegten sich in den Grenzen dieses Gespräches am 30.6. 2012 und gingen nicht darüber hinaus.

    Wo unsere Ideen auseinandergehen, ist doch eindeutig:
    wir wollten mit Hilfe Deiner Idee der Unterbauung des Fuß/Radweges mehr Platz für den Gedenkraum ermöglichen. Wir wollten auch für die Stele noch kämpfen und wenigstens erreichen, dass diese als später zu diskutieren offen bleibt. Da hatten wir bis zum 14. Januar auch, glaube ich, keinen Dissens. Da weilte Herr Krieger sowieso in Köln und Frau Metz und auch Herr Rieske begannen am Wochenende sich um Teilnehmer zu bemühen. Schließlich waren Du und Jürgen Hagemann geladen. Der erste Schnee fiel, das Angebot von Krieger schien zu vage, und so habt Ihr beide nicht teilgenommen. Bis dahin haben wir uns engstens über emails und Telefonate ausgetauscht.

    Das Treffen fand dann trotzdem ohne Deine und unsere Beteiligung zwischen Herrn Rieske und Herrn Krieger statt. Irgendwann zwischen dem 14. Januar und der Einladung an Euch für den 26. Januar in Berlin muss dann zwischen Krieger und Rieske die Idee entstanden sein, eine Lösung nur mit den Hinterbliebenen und nur mit der Erweiterung um einen Meter zu suchen. Krieger hatte dazu einen weiteren Grund: am Montag, den 21. Januar hatte ihn der Rat der Stadt Duisburg fast einstimmig aufgefordert, die zugeschlagene Tür wieder zu öffnen und einen Konsens mit den Geschädigten zu finden.

    Das ist dann eben nur mit einer der beiden Geschädigtengruppen geschehen, Du und Stefanie habt Euch auf Geheimhaltung Eurer Reise verpflichten lassen, Uwe Rieske hat die Verletzten, Traumatisierten und „Loveparade Selbsthilfe“ von der Suche nach einem Konsens ausgeschlossen. So ist es passiert, und so wir es jetzt gebaut.

    So lässt sich ja bei allen Differenzen vielleicht doch noch zu Teilen ein gemeinsamer Blick auf das Geschehen richten.

    Bleibt der eine Satz in Deinem Text, den ich nun gar nicht verstehe. Er steht im Konjunktiv:
    „Hätte ich einen Bedarf an dem neuen Plan gehabt, hätte ich den auf Anforderung sofort erhalten.“

    Kannst Du den Satz bitte näher erläutern?
    Dir war es als Abgesandter von Hinterbliebenen nicht wichtig, mit Plänen zurückzukommen, die den wirklichen Absichten Kriegers entsprachen?
    Als Ihr dann einige Tage später die Pläne als pdf verschicktet, konnten die ruhig falsch sein?
    Du hattest ja die Wahrheit im Kopf?
    Gab es dann einen besonderen Grund in der den Plan begleitende email an die Hinterbliebenen den Satz „denkt Euch bitte die Öffnung weg“ nicht rein zu schreiben?
    Also:
    warum brauchtest Du, brauchten die anderen Hinterbliebenen keine konkreten wahrhaftigen Pläne?

    Schließlich:
    was macht Dich so sicher, dass Du sie bekommen hättest?
    Wenn Du sie nur gewollt hättest, hätte Frau Metz sie eher zeichnen lassen?
    Das hat sie Dir versichert?
    Du wolltest aber nicht und so war eine Zeichnung eine Woche später zur Pressekonferenz auch noch völlig ausreichend?

    Oder was wolltest Du mir/uns mitteilen?

  8. J. Rosen sagt:

    Jörn, es entfernen sich nicht alle von dem Verein. Es gibt immer noch sehr viele die es zu schätzen wissen was dieser für uns geleistet hat. Leider gibt es auch Personen die sehr schnell vergessen und ihre Meinung wie Fähnchen im Wind ändern.

    Du sprichst von Ergebnissen. Hm, ist das ein zufriedenstellendes Ergebnis was da jetzt mit dem Unglücksort passiert? Nicht wirklich, oder?

    Lothar hat schon bei vielen Dingen mit aufgeklärt die sehr wichtig sind. Vergessen???

    Die Wahrheit muß ans Licht ob es einem gefällt oder nicht.

  9. Klaus-Peter Mogendorf sagt:

    Lieber Lothar,

    die relevanten Teile des Plans, die auch Grundlage des Gesprächs waren wurden nicht verändert. Bitte schreibe auch das mal.
    Lediglich die Öffnung der Tunneldecke war in diesem Plan eingetragen. Eine Frage diesbezüglich von mir wurde von Frau Metz sofort beantwortet und dann auch bei der öffentliche Vorstellung berichtigt angezeigt.
    Hätte ich einen Bedarf an dem neuen Plan gehabt, hätte ich den auf Anforderung sofort erhalten.
    Es gab in Berlin keine Krieger “ Zaubereien“, sondern einen Konsens der einen ca. 4,00 m breiten Eingang beinhaltete und eine Öffnung der Fläche nach Norden (siehe hier auch Kriegers eigene Eintragungen).
    Mit diesem Konsens sind wir nach Hause gefahren.
    Das von Herrn Krieger angekündigte Modell entsprach nicht der Vereinbarung und war absolut inakzeptabel.
    Der Gedenkraum war meine Idee, die aber als Diskussionsgrundlage dienen sollte und schon in einem Termin mit allen Beteiligten im Rathaus von vielen Beteiligten verworfen wurde.
    Grundlage aller Vereinbarungen war doch immer noch der Termin mit Herrn Link und Stadtvertretern im Stadthaus kurz vor der Beschlussfassung des Bebauungsplan im Sommer 2012. Hier wurde vereinbart, das die Fläche nach Norden geöffnet werden soll und die Eingangsbreite mind. 8,00 m beinhalten soll. Das Stellwerkhaus sollte durch eine sichtbare Landmarke ersetzt werden.
    Dieses war für alle weiteren Gespräche bindend und wurde jetzt bis auf das Stellwerkhaus erreicht.
    Bei diesem Gespräch im Stadthaus warst du wie auch Jürgen Hagemann dabei.
    Unter diesen Umständen frage ich mich wovon hier noch geredet und diskutiert wird.
    Alle wußten Bescheid, das Ziel war definiert, nur beim letzten Gespräch waren nicht alle dabei und das verletzt anscheinend das Ego.
    Für mich war immer das Ziel eine würdige Gedenkstätte zu erhalten und mehr nicht.

  10. Lothar Evers sagt:

    Lieber Klaus Peter,
    die Geschichten und Recherchen auf diesem Blog sind keine Spielchen. Vielleicht stimmt nicht alles, was ich schreibe, vielleicht ist es nur die halbe Wahrheit. Dann kann man den Teil, den man ergänzen will, hier ergänzen.

    Der Kern dieser Geschichte ist eigentlich schnell erzählt.
    Kriegerbau hat Euch über eine Woche lang mit Plänen versorgt, die den eigenen Planungen für den Gedenkort nicht entsprachen. Erst nach der Zustimmung der Hinterbliebenen hat man richtige Pläne herstellen lassen und auf der Pressekonferenz, die Eure Zustimmung kommuniziert hat, an den Zaun gehängt und an Journalisten verteilt. Dir selbst und den anderen Hinterbliebenen hatte man diese authentischen Pläne bis gestern nicht zugeschickt.
    Das ist keine Sensation, aber -glaube ich- die ganze Wahrheit.

    Um dieses Geschehen einzuordnen, nehme ich den Leser ein kleines wenig auf unsere Reisen zu Herrn Krieger, Frau Metz und Herrn Greulich in diesen bald zwei Jahren mit, seit wir am 24. April 2011 unsere Kooperation begannen. Eine wichtige Station war der Appell „den Ort des Leidens und der Trauer nicht zerstören“.
    Das gemeinsame Ziel:
    „Der Besitzer des Loveparade Geländes und die Verwaltung der Stadt Duisburg legen eine völlig revidierte Bebauungsplanung vor, die diesen Ort unter dem Parkplatz eines Möbelhauses verschwinden lässt. Wir fordern Rat und Verwaltung der Stadt Duisburg daher auf:
    halten Sie an der ursprünglichen Bauleitplanung fest:
    – Möbelhaus südlich der Karl Lehr Strasse
    – Öffnung des Tunnels Karl Lehr Strasse bis auf die Bahn- und Autobahnbrücken.
    schützen und erhalten Sie den Ort der Loveparade-Katastrophe als Ort der Trauer und des Gedenkens“

    Du erinnerst unsere gemeinsame Reise nach Berlin Schönefeld Hauptsitz, des Möbel Höffner Imperiums:
    „bei einem vorherigen Gespräch in Berlin (waren) alle Beteiligten mit einer viel kleineren Lösung schon zufrieden.“
    Das ist wohl wahr. Wir waren, glaube ich, einfach zu verblüfft über Herrn Kriegers „Zaubereien“. Krieger hatte hatte angekündigt, ein „eins zu eins Modell“ des Gedenkortes aus Rigips in eine Halle bauen zu lassen. Da wird er schon selbst merken, wie eng das wird und dass so ein klaustrophobischer Ort unakzeptabel ist. Als hätte er unsere Absicht geahnt, hatte Krieger, wie auch jetzt, kurzfristig den Plan geändert:
    nix Halle, kein Rigips. Sein „Modell“ stand draußen auf dem Parkplatz, war ein Stahlrohrgerüst und luftig offen. Die flach stehende Berliner Wintersonne an diesem 11. Februar 2012 tat ein übriges: in dieser luftig hellen Simulation fühlte sich niemand beengt oder auch nur ungemütlicher als vorher in der kunstbeleuchteten Möbel Höffner Cafeteria beim Warten auf den notorisch verspäteten Kurt Krieger. Du hast es erwähnt, auch damals gab es keine Verhandlung. Das von Krieger nach den Gesprächen gelieferte Modell hatte nichts mit dem (scheinbaren) Konsens zu tun.

    Ich erwähnte das Datum: Februar 2012, also vor einem Jahr. Danach haben wir weiter gekämpft und viel erreicht. Vor allem: zur Amtseinführung von OB Sören Link die Erweiterung des Gedenkortes im vom Rat verabschiedeten Bebauungsplan. Das hat Herrn Krieger nicht begeistert. Dein Statement fand er so inakzeptabel wie meins und auch das des hier vor uns kommentierenden Jörn Teich.

    Dass Du dann mit Uwe Rieske und mit Krieger eine Lösung nur für die Hinterbliebenen festmachst, Dich auf Geheimhaltung festlegen lässt, macht mich mehr traurig als wütend. Ohne Dich, und nach Aufkündigung unserer Kooperation das war uns immer klar, würden die Verletzten und Traumatisierten wenig ausrichten können. Zumal die Idee, für die wir werben und kämpfen ja Deine Idee ist. Den Gedenkraum unter dem Fuß/Radweg zu erweitern. Schade, dass sie nie so eindrücklich visualisiert wurde, wie Deine gemeinsamen Entwürfe mit Herrn Spannhoff und die Zeichnung des (Entwurs)architekten, dessen Namen ich gerade nicht finde, den ich aber gerne nachtrage, wenn Du ihn mir schickst. Du willst Dich um andere Dinge kümmern und das akzeptiere ich. Hast Du Lust, uns Deinen Entwurf für den weiteren Kampf und die konkreten Visionen noch mal zu visualisieren?

  11. Klaus-Peter Mogendorf sagt:

    Lieber Lothar,
    unterlasse es doch bitte mit gezielten Desinformationen und Halbwahrheiten die Hinterbliebenen, Eltern, Stadt Duisburg und den Bauherrn zu brüskieren.
    Du weißt ganz genau, dass der Sachverhalt in wichtigen Teilen anders war.
    Bleibe entweder bei der ganzen Wahrheit oder lass es sein.
    Auch finde ich es übel persönliche Gespräche hier so offen zu posten.
    Du weist ganz genau, dass die Gespräche in Berlin als Grundlage die Verbreiterung des Eingangsbereichs und die Stele waren und nicht mehr.
    Du weist auch ganz genau, dass bei einem vorherigen Gespräch in Berlin alle Beteiligten mit einer viel kleineren Lösung schon zufrieden waren. Nicht nur Angehörige sondern auch „Verletzte“.
    Leider hat Herr Krieger dieses Vereibarung nicht umgesetzt oder besser noch zum Glück, dadurch ist die Fläche wesentlich größer geworden.
    Jetzt hier einen Aufstand zu machen wegen eines Planungsfehler, der nicht einmal Gegenstand der Gespräche war, halte ich für übertrieben und kontraproduktiv.
    Tu mir einen Gefallen und lass endlich uns Angehörige mit deinen Spielchen in Ruhe.
    Wir haben weiss Gott andere Probleme als uns mit solchen Querelen zu beschäftigen.
    Weder du noch irgendein Verein vertritt die Interessen der Angehörigen und ist auch nicht dazu eingeladen worden.

  12. Lothar Evers sagt:

    @Jörn

    Am 6. Februar haben Journalisten den Plan mit der geschlossenen Decke auf der PK bekommen. Ich war da auch, aber nicht um zu berichten, sondern um mit Freunden unsere „second opinion“ zu kommunizieren, was ja auch funktioniert hat.
    Den Plan mit der offenen Decke hatte ich via dropbox in der Woche davor geteilt.

    Wer hat Dir die Pläne am 6. gegeben?
    Fandest Du den Unterschied schon damals irrelevant.
    Ich hätte mich (und vielleicht Krieger) mindestens gefragt, warum der Öffnung hat planen lassen, und sie dann wieder gesenkt. Bleibt wohl sein Geschäftsgeheimnis.

    Dem Öffnungsplan ist ja nicht zu entnehmen, wie weit die Öffnung in west/östlicher Richtung sein sollte. In nord/südlicher ist es die halbe Straßenbreite. Durch diese Öffnung würde sich das Entree aus dem ansonsten ja völlig überdeckelten und künstlich beleuchteten Straßentunnel schon erheblich großzügiger gestalten.

    Zur Sonneneinstrahlung:
    Dieses Bild basiert noch auf dem Plan mit sieben Meter Breite. Es gibt die Beleuchtung des Ortes am nachmittag mit Sonneneinstrahlung von Westen wieder:
    https://dl.dropbox.com/u/3828983/Gedenkstaette%20Krieger%20Plan.jpg

    Es zeigt doch wie eng es dort (auch mit einem Meter mehr) speziell an Jahrestagen zugehen wird. Es zeigt aber auch, dass um die Mittagszeit mit Sonneneinstrahlung von Süden ein eingesparter Tunneldeckel über der Karl-Lehr Strasse für deutlich mehr (natürliches) Licht am Gedenkort sorgen würde.

    Am relevantesten wäre die Öffnung für den Lärm.
    Der könnte wirklich aus dem Straßenraum nach oben entweichen und das Gedenken und Trauern würde weniger gestört.

    Ich schieße übrigens nicht gegen „alle“. Wer ist das überhaupt?
    Ich erzähle einen verschwiegenen oder unentdeckten Teil der Geschichte.
    Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    So geht es dann auch weiter:
    man entdeckt Geschichten, Skandale, beschreibt sie, findet Mitstreiter und kämpft.
    In meinem Fall: gegen die mit mehr Macht, an der Seite derer die man versucht zu marginalisieren.
    Das unterscheidet uns möglicherweise gar nicht.
    Vielleicht sind eher die Methoden unterschiedlich.
    Und:
    „lächerlich“ ist „kämpfen“ nie…

  13. Jürgen Rohn sagt:

    Ich schließe mich Jolie an. Schocking. Danke Lothar für die gute Recherche und saubere Darstellung.

  14. Jörn teich sagt:

    lieber Lothar Evers . so geheim sind die Pläne nicht . ich hab den korrekten Plan schon seit den 6. Februar 2013. jetzt mal ehrlich 3-4 Meter offen oder nicht macht dort auch nicht mehr Licht . ok im Sommer zwischen 8 und 10 Uhr morgens . Warum du jetzt gegen alle schießt ist mir echt fremd . Jetzt Greifst du die Seelsorge 16 Eltern Krieger die Stadt an ok . was los mit dir ? Grade du hast doch bei den treffen mit Herr Krieger auch gesagt mit dir hat keiner verhandelt . ich denke diese Kritik sollte ihr jetzt erstmal an euch wenden . wie kommt es das sich alle von euch entfernen ? wie gehst weiter ? wann stehen mal Ergebnissen Hintern Komma bei euch ? Mensch allein gegen alle und das ohne jemals auf der LP gewesen zu sein . Denk doch mal nach und mach dich och nicht Lächerlich

  15. Jolie sagt:

    Schocking……… 🙁

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