Loveparade Prozess hat begonnen…

Mehr als sieben Jahre nach der Loveparade Katastrophe hat in Düsseldorf der Strafprozess zur Loveparade begonnen.
DocuNews ist als unabhängiges Onlineportal beim Loveparade Verfahren akkreditiert.
Zunächst werden wir bis zum Jahresende 2018 die Verhandlungstage in der Aussenstelle des Landgerichts Duisburg auf dem Düsseldorfer Messegeländeverfolgen. Danach müssen wir neu entscheiden, ob unser ehrenamtliches Projekt den finanziellen und zeitlichen Aufwand leisten eine kontinuierlichen Prozessbeobachtung leisten kann.

Am ersten Prozesstag reichte die Zeit nur knapp, um die Anklageschrift zu verlesen. Neben den Formalien, Aufruf der Beklagten und ihrer Verteidiger, Aufruf der Nebenkläger und deren Anwälte und Dolmetscher hatte das Gericht einige Anträge der Wahlverteidiger abzuarbeiten. Diese bezogen sich auf, „Ausschluss von Zuschauern, die als spätere Zeugen in Frage kommen“, „Befangenheit von zwei Ersatzschöffen“, „falsche Zusammensetzung des Gerichts“ und „nicht verlesen der Anklageschrift“. bei jedem dieser anträge muss zuerst der Vorsitzende Richter, einzeln über die Zulassung des Antrags entscheiden. Diese Entscheidung kann beanstandet werden, denn muss die ganze Kammer über die Zualssung entscheiden. Wird der Antrag zugelassen, muss anschließend über den Inhalt dieses Antrages entschieden werden. Dieses Verfahren ist aufwändig und so kam es erst um 15:50 Uhr zur Verlesung der Anklageschrift.

Wir beschränken und hier zunächst eine kommentierte Presse- und Medienschau. Wir beschränken uns dabei auf die Medien, die wir für herausragend halten und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Einen sehr guten, detailreichen Überblick über den ersten Prozesstag gibt Lukas Eberle auf SPIEGEL ONLINE:
„Und dafür soll es keine Verantwortlichen geben?“

Bereits vor der Öffnung des Congresszentrums Düsseldorf hatte der Deutschlandfunk ein ausführliches Interview (über 11 Minuten) mit Gabi Müller in den „Informationen am Morgen“ geführt:
„Es ist wichtig, dass man sich wehrt“
Das intensive Gespräch zwischen Frau Müller und Redakteur Christoph Heinemann gibt es in der DLF-Mediathek auch zum Nachhören.

Bereits am Vortag hatte hatte Benjamin Sartory auf dem gleichen Sendeplatz im DLF eine gute Einführung in die Vorgeschichte des Loveparade Prozesses gegeben:
„Juristische Aufarbeitung einer Katastrophe“

 

 

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