„Loveparade 2010 Offene Fragen – Erste Antworten“
Duisburg 5. Februar 2011

Leider schon vorbei…
Der „Runde Tisch zur Loveparade 2010“ in Duisburg fand am 5. Februar im Duisburger Veranstaltungszentrum „Der Kleine Prinz“ statt. Auf dieser Seite lassen wir das Programm stehen. Hier gibt es eine Übersicht über die Resonanz in den Medien
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Die Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg endete furchtbar. Die Angehörigen der 21 Toten, hunderte Schwerverletzte und dauerhaft Traumatisierte, aber auch die Bürger Duisburgs sind bis heute ohne Antwort auf die brennende Frage geblieben, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte.

Wir laden alle Menschen mit „Offenen Fragen und ersten Antworten zur Loveparade“ für den 5. Februar 2011, also 6 Monate nach der Loveparade nach Duisburg ein.
Entscheidende Fakten und Details zur Loveparade werden von den Verantwortlichen weiterhin unter Verschluss gehalten. Dies gilt insbesondere für die lückenhafte Aufarbeitung seitens der Stadtverwaltung Duisburg sowie die Auslassungen und Fälschungen in der Dokumentation des Loveparade Veranstalters Lopavent. Es gilt auch für die auf Wunsch der Staatsanwaltschaft Duisburg verschlossenen Dokumente zum polizeilichen Handeln.
Dabei droht die Wahrheit auf der Strecke zu bleiben.

Wir planen deshalb einen Tag der Wahrheitssuche, des Erfahrungsaustausches und der Vernetzung. Gemeinsam wollen wir Fakten benennen, Erkenntnisse zusammentragen sowie noch offene Fragen zur Loveparade 2010 formulieren. Dabei geht es uns nicht um Schuldzuweisungen sondern um Aufklärung. Polizei und Staatsanwaltschaft müssen individuelle, persönliche Schuld ermitteln, Gerichte darüber urteilen. Unser Erkenntnisinteresse geht über die strafrechtliche Perspektive hinaus. Wir wollen über institutionelle und strukturelle Verantwortung reden und Konsequenzen formulieren.

Unsere Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Wir planen Sie als Kongress und Runden Tisch: für die Betroffenen, für eine interessierte Öffentlichkeit und nicht zuletzt für die Bürger Duisburgs. Wir wollen diesem Anliegen auch methodisch entgegenkommen: indem möglichst viele TeilnehmerInnen mitreden können. Also: keine trockenen Expertenstatements und abgehobene Podiumsdiskussionen, vielmehr eine Atmosphäre offener Diskussion und Vernetzung.

Veranstalter

Die Tagung wird veranstaltet von
Massenpanik Selbsthilfe e.V.
und in Kooperation mit dem Nachrichtenportal
DocuNews
vorbereitet und durchgeführt.

Veranstaltungsort

Konferenz und Beratungszentrum
„Der kleine Prinz“

Schwanenstr. 5-7
47051 Duisburg (Stadtmitte)

„Das Konferenz- und Beratungszentrum „Der kleine Prinz, in unmittelbarer Nähe des Duisburger Rathauses will mit Cafe-Restaurant sowie Konferenz- und Beratungszentrum ein Modell für die gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderungen etablieren.“

Programm / Zeitplan:

Samstag, der 5. Februar 2011

10:00 Uhr Begrüssung

10:15 Prolog:
„Den Opfern eine Stimme“ (Lesung)

10:30 -12:30: Planung und Konzeption der Loveparade 2010
Die Beteiligten und Verantwortlichen
Die gesetzlichen Grundlagen
Die Entscheidungsprozesse
Die Genehmigungen

12:30 – 13:30 Mittagspause
(Mittagessen möglich im Restaurant Kleiner Prinz)

13:30 -13:45 Ausschnitte: „Szenisches Konzert im Gedenken an die
Opfer der Duisburger Loveparade“

13:45 -15:45: Der Veranstaltungstag der Loveparade 2010 (24 Juli 2010)
Die Beteiligten und Verantwortlichen
Besucherdichten
Sperrungen
Telefonkonferenzen

15:45 – 16:00: Kaffeepause

16:00 – 18.00 Offene Fragen – Perspektiven der ZusammenarbeitHilfe für die Betroffenen und Hinterbliebenen:
Ombudsmann Nordrhein Westfalen
finanzielle Hilfen
Trauer- und Traumabegleitung

Weitere Recherchen

Vorbereitung auf die Nebenklage und Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen.

Experten

Die folgenden Experten haben ihre Teilnahme an der Tagung zugesagt:
Abrell, Kai, Meister für Veranstaltungstechnik, Remscheid
Baum, Gerhart R., Bundesminister a.D., Rechtsanwalt, baum – reiter & collegen, Düsseldorf
Eikmeier, Dr. Frank, Rechtsanwalt, Witten
Evers, Lothar, Journalist, Initiator DocuNews.org, Köln
Hablowetz, Martin, Wir leisten Hilfe e.V., Düsseldorf
Hagemann, Jürgen, Vorsitzender Massenpanik Selbsthilfe, e.V., Duisburg
Jatzko, Sybille, Traumatherapeutin, Krickenbach
Kahl, Walter, Wir leisten Hilfe e.V., Düsseldorf
Müller, Dr. Henning Ernst, Professor, Juristische Fakultät Universität Regensburg / Experte beck-blog
Reiter, Dr. Julius F. Rechtsanwalt, baum – reiter & collegen, Düsseldorf
Riotte, Wolfgang, Ombudsmann der Landesregierung NRW
Unruh, Jutta, Religionspädagogin, Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland
Weber, Ursula, baum – reiter & collegen, Düsseldorf
Wendt, Anke, Soforthilfe Love-Parade, Unfallkasse Nordrhein Westfalen
N.N., TeilnehmerInnen des Jugendprojektes „Szenisches Konzert im Gedenken an die Opfer der Duisburger Loveparade“

(Diese Expertenliste wird kontinuierlich ergänzt. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie am 5. Februar teilnehmen und wir Sie hier aufnehmen können.)


Methode

Die zwei Themenbereiche „Planung“ und „Veranstaltungstag“ beginnen mit einem Faktencheck. Dieser wird im Internet vorbereitet. Nachdem die Fakten ermittelt sind, können diese gemeinsam von Experten, Betroffenen und Fragenden diskutiert werden. Um dabei den „Roten Faden“ nicht zu verlieren, ist die Tagung nicht als Abfolge von Referaten und Podiumsdiskussionen organisiert. Stattdessen nutzen wir die Diskussionsstrategie „Fishbowl“.
Wikipedia beschreibt deren Vorzüge:

Der Hauptvorteil (gegenüber einer Plenumsdiskussion) besteht darin, dass die Diskussionsrunde überschaubarer ist, da immer nur eine kleine Anzahl von Teilnehmern gleichzeitig diskutieren kann. Themen werden dadurch fokussiert und verdichtet. Mitglieder, die sonst nicht zu Wort kommen, können in den Innenkreis wechseln und kommen dort schnell an die Reihe, ihre Meinung zu äußern. Ein Teilnehmer, der keine Lust mehr hat, kann einfach aussteigen und zuhören.
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Fishbowl

Anmeldungen / TeilnehmerInnen / Kosten

Wir möchten möglichst vielen Betroffenen, Bürgern und Experten eine persönliche Teilnahme in Duisburg ermöglichen. Da die Platzzahl im Tagungszentrum begrenzt ist, und wir deshalb genau planen müssen, haben wir uns für folgendes Vorgehen entschieden:
Melden Sie sich auf unserer Webseite online an. Umgehend erhalten Sie eine Bestätigung und Buchungsnummer. Bitte überweisen Sie anschliessend ein „Pfand von 5 €uro“ auf das in der Buchungsbestätigung genannte Konto. Mit dieser Überweisung wird Ihre Anmeldung verbindlich. Das „Pfand“ erhalten Sie -auf Wunsch- am Veranstaltungstag in Duisburg in bar zurück.
Wir werden Sie nach ihrer Anmeldung kontinuierlich weiter informieren und Ihnen auch die vorbereitenden Dokument zur Tagung zusenden.

Finanzielle Unterstützung

Wenn Sie unsere Tagung fördern wollen, überweisen Sie bitte einen angemessenen Beitrag auf das Konto:
Massenpanik Selbsthilfe
Volksbank Rhein-Ruhr
Kontonr: 4235170002
BLZ: 35060386

Wir freuen uns auch über Sponsoren.
Wenn Sie unsere Arbeit mit einem grösseren Betrag fördern wollen, freut uns das ganz besonders. Auf Wunsch erwähnen wir Sie als Sponsor im Programm, oder halten -auf Wunsch- Ihre Förderung geheim.

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MassenPanik Selbsthilfe e.V.

ist der Zusammenschluss der Betroffenen der Loveparade 2010. Hier können sie sich in einem geschützten Bereich austauschen, über ihre Erfahrungen und Leiden sprechen und sich persönlich kennen lernen. Gleichzeitig verstehen wir uns als Interessenvertretung und Sprachrohr in der Öffentlichkeit.
http://massenpanik-selbsthilfe.de

DocuNews
versteht sich als Nachrichtenportal für investigative Recherche und Qualitätsjournalismus. In den letzten Monaten sind auf DocuNews einige Analysen zur zur Vorbereitung und Praxis der Loveparade 2010 erschienen.
http://DocuNews.org

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